Kevin Tighe sagte einmal über seinen früheren Emergency
Kollegen Randolph Mantooth, wenn man ein Symbol für ihn suchen würde, dann könnte
es ein Baum sein, weil er dessen Eigenschaften hat - einsam, schön, stolz, empfindlich und stark
zugleich und immer wachsend. Eben Eigenschaften, die man auch einem Indianer zuschreiben würde.
Und wirklich, in den Adern des am 19. September in Sacramento geborenen Randolph Mantooth
fließt noch echtes Indianerblut. Und auch sonst kann er seine Abstammung nicht verbergen. Wenn
man tief in seine braunen Augen schaut, dann sieht man die Entschlossenheit, etwas im Leben erreichen
zu wollen und immer nach vorne zu schauen. Dabei wird er aber nie seine Familie vergessen, mit der er
sehr eng verbunden ist. Oft zieht es ihn auch hinaus in die Natur um wieder seine innere Ruhe zu finden.
Es ist in Hollywood sehr schwer zu überleben und dabei noch man selbst
zu bleiben. Randolph Mantooth hat bewiesen, daß es geht. Nach einigen Gastauftritten in
verschiedenen Serien hatte er seinen großen Durchbruch in der noch heute in Amerika bekannten
Serie "Emergency" die im deutschen Fernsehen sehr erfolgreich unter dem Titel "Notruf California" lief.
Durch seine überzeugende Darstellung des John Gage hatte er in Deutschland schnell seine Fans
gefunden. Nach fünf Jahren wurde die letzte Folge von Emergency abgedreht.
Eine Verschnaufpause
gab es aber für ihn nicht. Er bekam das Angebot, den Mike Bender in der Serie "Operation Petticoat"
zu spielen. Dort konnte er eine ganz andere Seite seines schauspielerischen Könnens zeigen.
Weiter Gastrollen in verschiedenen Serien wie z.B. in "Baywatch", "Fantasy Island", "Kampfstern Galactica",
"Vegas", "Ein Colt für alle Fälle", "Mord ist ihr Hobby", "Drei Engel für Charlie",
"Mac Gyver" usw. folgten.
Da "Emergency" so erfolgreich war, wollte Hollywood eine Fortsetzung
drehen, aber die Schauspieler hatten sich geschworen, sich auf so etwas nie einzulassen. Hollywood
wollte ihn auf die Rolle des John Gage festlegen. Aus diesem Grunde verließ er sein geliebtes Los
Angeles und ging nach New York. In einem Interview sagte er einmal: "New York ließ mich immer
Schauspieler sein. Hier wurde immer gesagt, laß uns sehen, was er kann. Hollywood hat das nie
gesagt. Die sagten: Wir wissen, was er spielen kann, mehr brauchen wir nicht zu sehen."
In New York
bekam er die Rolle des Clay Alden in der erfolgreichen Soap "Loving" (lief kurze Zeit auf SAT 1).
Dort konnte er sich voll einbringen und auch alle seine Fähigkeiten ausspielen. Dann gab es
einige tiefe Einschnitte in seinem persönlichen Leben und er ging wieder zurück nach Los
Angeles. Dort spielte er einige Zeit den Bösewicht Richard Halifax in der Soap "General Hospital".
Doch New York hatte ihn in seinen Bann gezogen und auch bei den Kollegen von "Loving" wurde er
vermißt. So ging er wieder zurück nach New York und stieg wieder in die Soap "Loving" ein.
Diesmal aber als Detektiv Alex Masters. Er wurde schnell wieder zum gefeierten Helden der Serie. Es
gab viele Neuerungen in der Serie, unter anderem bekam sie auch einen neuen Titel. Fort an hieß
sie "The City". Die Produzenten wollten einmal etwas ganz anderes probieren, einmal aus dem Klischee
der bisherigen Soap herauskommen. Leider stieß dies nicht auf offene Ohren und die Serie wurde
im März 1997 eingestellt.
Aber auch nachdem die Lichter bei "The City" erloschen sind,
geht das Leben für ihn weiter. Im Sommer 97 drehte er mit Dick van Dyke eine Folge der Serie
"Diagnose Mord" in der auch sein früherer Emergency-Kollege Robert Fuller mitspielte. Auch in
"Walker Texas Ranger" und "J.A.G" war er im amerikanischen Fernsehen zu sehen. Hoffentlich sehen wir ihn auch
bald mal wieder im deutschen Fernsehen.